Clémence Tilquin spielt seit dem 6. Lebensjahr Violoncello und hat sich nach Erhalt ihres Solistendiploms in Genf als Solistin sowohl in Europa wie in Japan einen Namen gemacht. Ihr bemerkenswert lyrischer Stil brachte sie dazu, bei Danielle Borst Sologesang zu studieren und ihren Master «mit Auszeichnung» zu erwerben. Die junge Sopranistin, Gewinnerin des Preises der Stadt Genf und Stipendiatin der renommierten Schweizer Stiftung Leenaards, bildet sich in London, Brüssel, Oslo und Milano weiter.

 

Sehr schnell wurde Clémence Tilquin am Grand Théâtre von Genf entdeckt, wo sie als Amor in Orfeo ed Euridice (Gluck), als Ninetta in I vespri siciliani (Verdi) und als Prinzessin in Die Liebe zu den drei Orangen (Prokofiev) auftrat.

 

Einen besonderen Erfolg verbuchte sie in Bregenz als Adina in L'elisir d'amore, in der Titelrolle von La fille de Madame Angot an der Opéra Royal de Wallonie und als Prinzessin in L'enfant et les sortilèges am Festival d’Aix-en-Provence. 

 

Dann verkörperte sie Lauretta (Puccini), Poppea (Monteverdi) unter der Leitung von Leonardo Garcia-Alarcon, Elettra in Idomeneo an der Opernhaus von Montpellier, Gabrielle in La vie Parisienne/Offenbach, Elvira in L’Italiana in Algeri und  Frasquita in Carmen an 

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den Opernhaus von Avignon, Lucinde in Le médecin malgré lui/Gounod an den Opernhaus von Geneva, Fannì und Berenice/Rossini, Alcina in Orlando Furioso/Vivaldi, La Contessa in Opéra Royal de Versailles, Fiordiligi und Vitellia unter der Leitung von Jean-Claude Malgoire, in Théâtre des Champs Elysées.

 

Konzertauftritte in Elijah/Mendelssohn und Stabat Mater/Rossini mit dem Orchestre de Chambre de Lausanne, Vier letzte Lieder/Strauss, Stabat Mater/Dvorak, Gounod im Palazetto Bru Zane in Venedig, Schönberg/Pierrot lunaire und Goethe Lieder/Dallapiccola am Musiekgebouw Amsterdam, und sie hat auch mit dem Ensemble Intercontemporain in Paris gesungen (Stravinsky).

 

Ihre Diskografie beinhaltet Mitschnitte auf Requiem/Neukomm mit Jean-Claude Malgoire, Aschenbrödel (Titelrolle)/ Frank Martin mit Gabor Takacs für die Radio Suisse Romande, Colombe in Ascanio/Saint-Saens, Anakrôn/Sturzenegger und la Religieuse in Proserpine/Saint-Saens mit dem Bayerische Rundfunkorchester in München.

 

Clémence Tilquin hat mit den Dirigenten John Nelson, Michel Corboz, Alexander Lazarev, François-Xavier Roth, James Loughran, Wolfgang Rihm, Jean-Claude Malgoire, Emmanuel Krivine, Yves Abel, Michail Jurowski zusammengearbeitet.